Zweiter Sieg innerhalb einer Woche

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Beim Ironman 70.3 Pays d‘Aix in Südfrankreich durfte ich eine Woche nach meinem Sieg beim Buschhütten Triathlon erneut jubeln. Bei schwierigen Wetterbedingungen gewann ich das Rennen nach 3:53:09 Stunden souverän vor den Franzosen Denis Chevrot (3:58:27 Stunden) und Kevin Maurel (3:58:43 Stunden).

Nach taktischem Schwimmen in der Spitzengruppe fiel die Vorentscheidung schon nach wenigen Radkilometern der anspruchsvollen Strecke mit 1.200 Höhenmetern. Zunächst blieb eine größere Gruppe auf den flachen ersten 15 Kilometern zusammen, doch dann kam der erste Anstieg des Tages. Und plötzlich war ich allein vorn. Ich habe nicht attackiert, sondern einfach in meinen Klettermodus geschaltet. Und damit habe ich die anderen unerwartet früh und klar stehen lassen.

Nach 31 Kilometern hatte ich bereits einen Vorsprung von 90 Sekunden, nach 60 Kilometern waren es drei Minuten und am Ende der Radstrecke, die ich in 2:09:44 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 41,6 km/h fuhr, über sechs Minuten – trotz einsetzenden Regens. Ich hatte bergab das Glück, dass ich die ersten schwierigen Kurven noch bei einsetzendem Regen nehmen konnte, danach ging es dann richtig los.

Da allerdings war ich bereits auf dem Halbmarathon. Beim Laufen habe ich mich richtig gut gefühlt und bin auch erstmal ein hohes Tempo angegangen. Die erste Zwischenzeit nach fünf Kilometern erreichte ich dann in strömendem Regen auch in weniger als 16 Minuten. Irgendwann bekam ich von meinem Coach Lubos Bilek die Ansage, ein wenig Tempo rauszunehmen und konnte so die letzten Kilometer ziemlich stressfrei herunterspulen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen und meiner Form. Buschhütten und Aix haben gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Vor allem beim Laufen habe ich mich heute sehr stark gefühlt. Das waren Welten im Vergleich zum ersten Rennen auf Gran Canaria.

Das Ziel ist der Sieg

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Eine Woche nach meinem Triumph beim Buschhütten Triathlon geht es für mich über die Mitteldistanz erneut zur Sache. Beim Ironman 70.3 Pays d’Aix gehe ich mit klarer Zielsetzung an den Start. Ich möchte meine gute Form zeigen und auch in Südfrankreich gewinnen!

Mit der anspruchsvollen Strecke mit 1.200 Höhenmetern auf dem Rad verbinde ich nicht weniger als meine Wiedergeburt als Profisportler. Nachdem ich 2014 von einem Auto umgefahren wurde, war Aix 2015 mein erstes Rennen nach einer langen Zwangspause mit vielen Zweifeln und Ängsten. Dass ich damals als Erster aus dem Wasser kam und am Ende gewinnen konnte, macht mich noch heute dankbar – und froh. Das war der Startschuss für meinen Weg zurück in meinen Beruf als Profi. Und diese Momente haben mir als Mensch einiges an düsteren Gedanken genommen.

Ins Rennen über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer auf dem Rad und 21,1 Kilometer Laufen will ich aber weniger diese Erinnerungen mitnehmen als das ausgesprochen gute Gefühl. Jetzt ist 2018 und da gilt wie immer: Du wirst an deinem letzten Ergebnis gemessen. Ich hoffe, dass mein Maßstab am Montag wieder der höchstmögliche ist.

Duell gegen den Hawaii-Champion steht bei 2:0

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Mit einer Willensleistung konnte ich am Sonntag bei der traditionellen Saisoneröffnung beim Buschhütten Triathlon im Siegerland glänzen und darf mich nach 2016 erneut „König von Buschhütten“ nennen. Über die Kurzdistanz von einem Kilometer Schwimmen im Freibad, knapp 42 Kilometer Radfahren auf der vollgesperrten Stadtautobahn und einem abschließenden Zehn-Kilometerlauf mit vielen engen Kurven und Richtungswechseln wurde mir allerdings alles abverlangt. Überraschenderweise war es aber nicht der Hawaiisieger Patrick Lange, der mir das Leben schwer machte. Sondern Florian Angert, der sich mit seinem Coach einen Masterplan zurechtgelegt hatte, den er mustergültig umsetzte.

Beim Schwimmen starteten wir drei Favoriten auf einer Bahn und einigten sich vorab über die Reihenfolge. Angert als ehemaliger Leistungsschwimmer sollte vorweg schwimmen, ich dahinter und Lange an Position drei. Ich habe mich echt gewundert, wie langsam der Flo angeht warum ich schnell die Geduld verlor und 400 Meter lang die Führungsarbeit übernahm. Und dann kam Flo mit einem gewaltigen Zwischensprint an mir vorbei und hat mich ziemlich schnell stehen lassen. Da hat er mich einfach abgekocht, toll gemacht! Zum Glück haben wir bei der Tempoverschärfung Patrick Lange verloren, so dass ich hier schon einen kleinen Vorsprung mit aufs Rad nehmen konnte. Eigentlich war mein Plan, ihn mit einem schnellen Wechsel zu überrumpeln, weil mein ärmelloser Anzug schon so schnell ist, dass ich in diesem Fall auf das Modell mit Armen verzichtet habe. So konnte ich superschnell aufs Rad wechseln und war auch sofort an Flo dran.

Dort hielt ich mich allerdings nicht lange auf, sondern ging sofort vorbei und fuhr den Rest der Radstrecke komplett von vorn. Auf dem Weg kam ich dem Streckenrekord von Sebastian Kienle dabei gefährlich nah, musste mich aber am Ende nach 52:45 Sekunden knapp dahinter einsortieren. Ich habe Druck gemacht, Druck gemacht, Druck gemacht. Und trotzdem konnte ich Flo einfach nicht abschütteln. Das war eine starke Vorstellung! Vielleicht lag es auch daran, dass er das gleiche, schnelle Rad fährt wie ich?

Beim Laufen sah es dann genau so aus: Fast die kompletten zehn Kilometer lief ich vorn und Angert knapp dahinter. Ich bin mein Tempo gelaufen und habe immer wieder damit gerechnet, dass er abreißen lässt. Hat er aber nicht. Erst 300 Meter vor dem Ziel konnte ich mich etwas lösen und gewann am Ende nach 1:38:52 Stunden nur drei Sekunden vor Angert. Patrcik Lange komplettierte nach 1:40:58 Stunden das Podium.

Ich liebe solche engen Rennen, bei denen man sich erst 20 Meter vor dem Ziel sicher sein kann, ob es reicht. Das war heute hart und hat richtig viel Spaß gemacht. Und obwohl die wichtigen Rennen in Frankfurt und auf Hawaii noch weit weg sind, bin ich mit meiner jetzigen Form schon sehr zufrieden.

Hawaii-Sieger besiegt – trotzdem „nur“ Zweiter

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Mit einem beherzten Rennen konnte ich mir bei der Challenge Gran Canaria den zweiten Platz über die Mitteldistanz sichern. Mit nur knapp 20 Sekunden Rückstand auf den spanischen Überraschungssieger Pablo Dapena und 35 Sekunden Vorsprung auf den Ironman-Weltmeister Patrick Lange wurde es am Ende nach vier Stunden und wenigen Sekunden zu einer denkbar knappen Entscheidung.

Dabei sah es auf dem Rad noch nicht danach aus. Denn bereits nach 40 von 90 hügeligen Radkilometern habe ich mich an die Spitze gesetzt und den Druck auf eine Gruppe mit Lange, Sven Riederer (SUI) und Dapena erhöht. Bis zum zweiten Wechsel hatbe im Alleingang meinen Vorsprung auf fast zwei Minuten erhöht. Doch trotz eines starken Halbmarathons in 1:11.50 Stunden konnte ich nicht verhindern, dass der spätere Sieger mich nach der Hälfte der Laufstrecke ein- und überholte. Stattdessen musste ich mich den herannahenden Verfolgern um Patrick Lange, Sven Riederer und den Belgier Bart Aernouts erwehren. Das gelang dank guter Renneinteilung souverän. Am Ende konnte ich sogar den zwischenzeitlich größeren Abstand zu Dapena wieder verkleinern und darf mich über einen gelungen Saisoneinstieg auf der Kanareninsel freuen.

Ich bin happy. Natürlich hätte ich gern gewonnen, aber ich stehe leistungsmäßig dort, wo ich zu diesem frühen Saisonzeitpunkt sein sollte. Das war heute ja auch ein Test meines neuen Materials und einer veränderten Sitzposition. Beides ging super auf! Der Tag lief genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich kam sehr gut aus dem Wasser, konnte auf dem Rad Druck machen und bin einen guten Halbmarathon gelaufen. Dass am Ende einer schneller rennt: geschenkt. Ich hätte zwar bei der Topbesetzung mit anderen Namen gerechnet, aber so ist der Sport. Und am Ende freue ich mich darüber, die ganzen großen Namen und starken Athleten hinter mir gelassen zu haben.

Taktische Fehler verhindern besseres Ergebnis

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Dass ich beim superkurzen Internationalen Walliseller Triathlon über 600 m Schwimmen, 14 Kilometer Radfahren mit Windschattenfreigabe und 4 Kilometer Laufen nicht unbedingt ein Kandidat für den Sieg war, war mir schon vor dem Start bewusst. Doch mit dem 8. Platz bin ich nicht zufrieden. Ich habe beim Schwimmen einen taktischen Fehler gemacht und musste auf dem Rad dann alles geben, um die erste Gruppe einzuholen. Das hat zwar funktioniert, aber ich war erst kurz vor dem zweiten Wechsel in der Führung – und hatte auf dem Weg viel Kraft gelassen.

Zu allem Überfluss bin ich dann Vollgas in die zweite Wechselzone gerauscht, weil ich die Dismount Line verpasst habe. Resultat: 10 Sekunden Zeitstrafe beim Laufen. Allerdings konnte ich das Tempo der jungen Spezialisten ohnehin nicht mitgehen. Meine Beine waren vom Radfahren leider etwas zerstört. Ich finde es großartig, welches Niveau der Triathlonnachwuchs mittlerweile auf breiter Front erreicht hat. Da kann ich nur die Cap ziehen und mich darüber freuen.

Ganz vorn sprintete der Saarbrücker Valentin Wernz vor Andrea Salvisberg (SUI) und dem Rostocker Johannes Vogel zum Sieg. Ich – Jahrgang 1983 – erreichte mit meinem 8. Rang als einziger vor 1990 geborener Triathlet die Top Ten. Ich habe mich zwar aufgrund der Trainingsleistungen ein wenig mehr ausgerechnet, aber das nehme ich jetzt als Motivation mit in die Rennen über meine gewohnten Strecken.

Schon in einer Woche wartet bei der Challenge Gran Canaria der nächste echte Härtetest über die Mitteldistanz. Dort triffe ich unter anderem auf den starken Schweden Patrik Nilsson und den Hawaii-Sieger Patrick Lange.

Ungewohntes Wettkampfformat für den Ironman – Ich messe mich mit Kurzstreckenspezialisten

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Wenn am kommenden Sonntag als Auftakt der Schweizer Triathlonsaison die 9. Auflage des Internationalen Walliseller Triathlon stattfindet, treffen vor allem Kurzstreckenspezialisten aufeinander. Auch in diesem Jahr haben sich einige internationale Top-Athleten angekündet. Neben den Brüdern Salvisberg aus Wallisellen stehen bei den Männern etwa Thibaud Decurnex oder Paul Reitmayr sowie einige starke Nachwuchsathleten am Start. Bei den Frauen kämpfen gegen Titelverteidigerin Jolanda Annen hochkarätige Athletinnen wie Petra Kurikova oder Anja Knapp um den Sieg.

Für mich ist das Rennen über 600 Meter Schwimmen, 14 Kilometer Radfahren und vier Kilometer Laufen ein eigentlich gänzlich ungewohntes Format. Ich habe mich schließlich voll und ganz der Langdistanz verschrieben. Mit dem Rennen, bei dem auf dem Rad das Windschattenfahren erlaubt ist, will ich mich bewusst neuen Reizen aussetzen und über meine eigenen Grenzen hinausgehen. Normalerweise kann ich meine Rennen auf dem Rad vorentscheiden. Dieser Stärke bin ich in Wallisellen beraubt und muss mich zu Fuß der viel höheren Grundschnelligkeit der Kurzstreckler stellen. Ich möchte mit dem Einsatz vor allem den Motor durchpusten und Spaß haben. Dass ich mich dabei vor den Spezialisten trotzdem nicht verstecken muss, habe ich in Wallisellen bereits mehrfach mit Top-Ten-Platzierungen bewiesen.

Über das ganze Wochenende werden in Wallisellen etwa 1.300 Athleten am Start sein. Zum ersten Mal werden die beiden Rennen der Profis im Live-Stream auf der Website und auf Facebook zu sehen sein. Die Übertragung startet am Sonntag um 11:50 Uhr.

Dirty Double geglückt

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Ich habe das angepeilte „Dirty Double“ perfekt gemacht und nach dem Saisonauftakt beim Dirty Race Murr auch den zweiten Crossduathlon der Saison für mich entschieden. In der ältesten Stadt Deutschlands konnte ich mich über fünf Kilometer Laufen, 23,2 Kilometer Mountainbike und nochmals 2,5 Kilometer Laufen nach 1:28:30 Stunden gegen die Lokalmatadoren Jens Roth und Andreas Theobald durchsetzen.

Die knapp anderthalb Minuten Vorsprung, die am Ende in der Ergebnisliste stehen, musste ich mir auf der matschig-vereisten Strecke hart erarbeiten. Die beiden Lokalmatadoren ließen sich von mir im Vorfeld überhaupt nicht beeindrucken und wollten wirklich gewinnen. Das finde ich super, so macht es richtig Spaß! Nach starken 16:17 Minuten für die teilweise aufgeweichten fünf Auftaktkilometer stieg ich zwar mit etwa 20 Sekunden Vorsprung auf mein Mountainbike – doch der Vorjahressieger und Cross-Spezialist Jens Roth war auf dem Rad schnell dran. Er hat dann richtig am Lenker gezogen und versucht, mich zu knacken. Das war schon nah an der Kotzgrenze. Allerdings hat sich Roth dabei wohl selbst ein wenig übernommen. Auf der dritten Runde hatte ich plötzlich den Eindruck, er würde parken. Ich nutzte die Schwächephase und nahm jedes Flachstück und jeden Gegenanstieg im Sprint. Mit Erfolg: auf der letzten von vier Radrunden fuhr ich eine Minute Vorsprung auf die Verfolger heraus und musste beim abschließenden Lauf nicht mehr an meine Grenzen gehen, um in Trier zu triumphieren.

Das war ein super schönes und mit viel Herzblut veranstaltetes Rennen. Selbst, wenn die Bedingungen hart waren und ich auf der Radstrecke meine Fähigkeiten zu 100 % ausschöpfen musste: Ich kann diesen Kurs und das Rennen nur jedem empfehlen, der mal eine Abwechslung in seinem Triathlontraining braucht. Zwei dreckige Daumen hoch für die Veranstaltung – und auch für die Konkurrenz um Jens und Andreas. Das hat richtig viel Spaß gemacht!

Mit dem zweiten Sieg im zweiten Crossduathlon beende ich mein Wintertraining. In einer Woche geht es dann unter der spanischen Sonne Fuerteventuras darum, mich auf die ersten Saisonhighlights beim Ironman 70.3 Kraichgau und für die Ironman-EM in Frankfurt vorzubereiten.

Ziele 2018

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Mein großes Ziel dieses Jahr ist – wenig überraschend – die IRONMAN World Championship auf Hawaii im Oktober. Dort möchte ich meinen 5. Platz aus dem Jahr 2016 verbessern und noch einen Schritt nach vorn machen, nachdem ich im letzten Jahr verletzungsbedingt nicht an den Start gehen konnte.

Die nötigen Punkte dafür soll meine persönliche „Road to Kona“ bringen. Sie führt über den IRONMAN France 70.3 Pays d’Aix und zwei deutsche Rennen: Den IRONMAN 70.3 Kraichgau und den IRONMAN Germany in Frankfurt. Dort treffe ich auf große Namen wie die beiden Hawaii-Sieger Jan Frodeno und Patrick Lange oder Nils Frommhold. Und genau das ist es, was mich motiviert.

Ich habe kurz überlegt, in diesem Jahr ein anderes Rennen zu machen. Aber für mich ist+ ganz klar: Ich möchte mich mit den Besten messen und nicht versuchen, ein zweit- oder drittklassiges Rennen zu gewinnen! Ein zweiter oder dritter Platz in einem Weltklassefeld sind sportlich mehr wert als ein Sieg im Hinterland. Das heißt nicht, dass ich im Frankfurt nicht gewinnen will. Ganz im Gegenteil!

Ab heute trainiere ich nochmal im schweizerischen Goms viel auf Langlaufskiern, bevor es auf der Road to Kona spezifischer wird und die ersten Trainingslager unter südlicher Sonne anstehen.

Erster Sieg im Jahr 2018 – erfolgreich beim Dirty Race Murr

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Heute konnte ich meinen Saisoneinstieg beim Dirty Race Murr – einem Crossduathlon über 5 km Laufen, 15 km Mountainbiken und 4 km Laufen – gewinnen! Ich bin total zufrieden, was nicht nur am Ergebnis liegt, sondern vor allem daran, dass ich das Rennen genauso gestalten konnte, wie ich es mir erhofft hatte.

Ich wollte hier vor allem beim Laufen meine Form testen und bin entsprechend hart angelaufen. Das hat sehr gut geklappt und die Kilometerzeiten haben mich zusätzlich motiviert. So hatte ich schon nach dem ersten Lauf einen guten Vorsprung. Ich habe dann auf dem Rad trotzdem Vollgas gegeben. Das war bei den schlammig-klebrigen Bedingungen gar nicht so leicht, hat aber richtig Spaß gemacht.

Bis ich auf der zweiten Runde dann doch mal kurz Körperkontakt mit dem Boden hatte – außer einem kurzen Schreck ist mir aber glücklicherweise nichts passiert. So konnte ich den zweiten Lauf mit ungefähr anderthalb Minuten Vorsprung in Angriff nehmen. Da habe ich dann ein klein wenig Gas rausgenommen und den Vorsprung bis ins Ziel verteidigen können. Ein gelungener Einstieg und ein guter Fingerzeig, dass die verstärkte Arbeit an der dritten Triathlon-Disziplin sich auszahlt.

Sehr schade, dass Sebastian Kienle wegen einer Erkältung (gute Besserung an dieser Stelle) nicht starten konnte – wegen ihm hatte ich extra eine neue Kette montiert. Aber ich bin sicher, dass wir in diesem Jahr noch das eine oder andere Mal gegeneinander antreten dürfen.

Neuer Sponsor Fe226

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Liebe Freunde, Fans und Partner,

ich gehe ab sofort mit der High-End-Wettkampfbekleidung der dänischen Firma Fe226 an den Start. Die Zusammenarbeit geht über ein reines Sponsoring hinaus, da ich der noch neuen Marke viel Feedback aus meinem Trainings- und Rennalltag geben kann und damit deren Portfolio, das sich technisch ohnehin schon auf höchstem Niveau befindet, noch weiter verbessern möchte.

Während meiner verletzungsbedingten Auszeit habe ich viel überlegt, an welchen Stellen ich noch Potenzial habe, das bisher nicht komplett genutzt wurde. Mein Trainer Lubos Bilek und ich haben deshalb schon ein paar Dinge umgestellt und angepasst.

Auch – und vor allem – im für die Profis immer wichtiger werdenden Bereich des Equipments sah ich noch Verbesserungspotential. Ich bin extrem happy, dass ich mit CUBE, New Balance, Zipp, SRAM und Uvex schon brutal gut ausgestattet bin. Für 2018 lautet mein Motto dennoch: Jetzt geht es den Details an den Kragen!

In meiner verfrühten Off-Season habe ich mich damit intensiv beschäftigt und aus eigenen Tests und vielen Expertenmeinungen ein Gesamtbild zusammengesetzt. Im Bereich Aerodynamik beeinflussen zwei Dinge die Performance ganz besonders. Und das ist zuallererst der Klops, der oben auf dem Rad hockt – in meinem Fall also ich. Da ich dem Wind die mit Abstand größte Fläche in den Weg stelle, haben meine Sitzposition und Körperform eben den Löwenanteil an der Aerodynamik des Gesamtsystems. Deshalb will ich in diesem Jahr nochmal verstärkt an meiner Sitzposition arbeiten – auf der Radbahn, im Labor und im Windkanal.

Außerdem kommt es ganz besonders darauf an, wie dieser Klops verpackt ist, auf welche Oberfläche der Wind also trifft – und wie er diese wieder verlässt. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach dem individuell für mich schnellstmöglichen Rennanzug begeben. Dass die Bekleidung aber nicht nur schnell sein, sondern auch funktionell in der ersten Liga spielen muss, versteht sich von selbst.“

Diese Suche endete bei Fe226, einer innovativen und neuen Marke, die sich ausschließlich um den Triathlonsport kümmert. Ich vertraue im Wettkampf und beim Lauftraining ab sofort auf die hochwertigen Produkte von Fe226 und lasse mein Input in Neuentwicklungen einfließen. So stelle ich mir eine – im Wortsinne – gewinnbringende Zusammenarbeit vor. Ich bin hochmotiviert und kann es kaum abwarten, in die neue Saison zu starten.

Der erste Wettkampf für mich steht schon am kommenden Wochenende auf dem Plan, wenn ich beim Dirty Race Murr – einem Cross-Duathlon – unter anderem auf Sebastian Kienle triffen werde. Wie beide konnten das Rennen bereits gewinnen und nutzen es als Standortbestimmung und Testwettkampf.