Duell gegen den Hawaii-Champion steht bei 2:0

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Mit einer Willensleistung konnte ich am Sonntag bei der traditionellen Saisoneröffnung beim Buschhütten Triathlon im Siegerland glänzen und darf mich nach 2016 erneut „König von Buschhütten“ nennen. Über die Kurzdistanz von einem Kilometer Schwimmen im Freibad, knapp 42 Kilometer Radfahren auf der vollgesperrten Stadtautobahn und einem abschließenden Zehn-Kilometerlauf mit vielen engen Kurven und Richtungswechseln wurde mir allerdings alles abverlangt. Überraschenderweise war es aber nicht der Hawaiisieger Patrick Lange, der mir das Leben schwer machte. Sondern Florian Angert, der sich mit seinem Coach einen Masterplan zurechtgelegt hatte, den er mustergültig umsetzte.

Beim Schwimmen starteten wir drei Favoriten auf einer Bahn und einigten sich vorab über die Reihenfolge. Angert als ehemaliger Leistungsschwimmer sollte vorweg schwimmen, ich dahinter und Lange an Position drei. Ich habe mich echt gewundert, wie langsam der Flo angeht warum ich schnell die Geduld verlor und 400 Meter lang die Führungsarbeit übernahm. Und dann kam Flo mit einem gewaltigen Zwischensprint an mir vorbei und hat mich ziemlich schnell stehen lassen. Da hat er mich einfach abgekocht, toll gemacht! Zum Glück haben wir bei der Tempoverschärfung Patrick Lange verloren, so dass ich hier schon einen kleinen Vorsprung mit aufs Rad nehmen konnte. Eigentlich war mein Plan, ihn mit einem schnellen Wechsel zu überrumpeln, weil mein ärmelloser Anzug schon so schnell ist, dass ich in diesem Fall auf das Modell mit Armen verzichtet habe. So konnte ich superschnell aufs Rad wechseln und war auch sofort an Flo dran.

Dort hielt ich mich allerdings nicht lange auf, sondern ging sofort vorbei und fuhr den Rest der Radstrecke komplett von vorn. Auf dem Weg kam ich dem Streckenrekord von Sebastian Kienle dabei gefährlich nah, musste mich aber am Ende nach 52:45 Sekunden knapp dahinter einsortieren. Ich habe Druck gemacht, Druck gemacht, Druck gemacht. Und trotzdem konnte ich Flo einfach nicht abschütteln. Das war eine starke Vorstellung! Vielleicht lag es auch daran, dass er das gleiche, schnelle Rad fährt wie ich?

Beim Laufen sah es dann genau so aus: Fast die kompletten zehn Kilometer lief ich vorn und Angert knapp dahinter. Ich bin mein Tempo gelaufen und habe immer wieder damit gerechnet, dass er abreißen lässt. Hat er aber nicht. Erst 300 Meter vor dem Ziel konnte ich mich etwas lösen und gewann am Ende nach 1:38:52 Stunden nur drei Sekunden vor Angert. Patrcik Lange komplettierte nach 1:40:58 Stunden das Podium.

Ich liebe solche engen Rennen, bei denen man sich erst 20 Meter vor dem Ziel sicher sein kann, ob es reicht. Das war heute hart und hat richtig viel Spaß gemacht. Und obwohl die wichtigen Rennen in Frankfurt und auf Hawaii noch weit weg sind, bin ich mit meiner jetzigen Form schon sehr zufrieden.

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