Hawaii-Sieger besiegt – trotzdem „nur“ Zweiter

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Mit einem beherzten Rennen konnte ich mir bei der Challenge Gran Canaria den zweiten Platz über die Mitteldistanz sichern. Mit nur knapp 20 Sekunden Rückstand auf den spanischen Überraschungssieger Pablo Dapena und 35 Sekunden Vorsprung auf den Ironman-Weltmeister Patrick Lange wurde es am Ende nach vier Stunden und wenigen Sekunden zu einer denkbar knappen Entscheidung.

Dabei sah es auf dem Rad noch nicht danach aus. Denn bereits nach 40 von 90 hügeligen Radkilometern habe ich mich an die Spitze gesetzt und den Druck auf eine Gruppe mit Lange, Sven Riederer (SUI) und Dapena erhöht. Bis zum zweiten Wechsel hatbe im Alleingang meinen Vorsprung auf fast zwei Minuten erhöht. Doch trotz eines starken Halbmarathons in 1:11.50 Stunden konnte ich nicht verhindern, dass der spätere Sieger mich nach der Hälfte der Laufstrecke ein- und überholte. Stattdessen musste ich mich den herannahenden Verfolgern um Patrick Lange, Sven Riederer und den Belgier Bart Aernouts erwehren. Das gelang dank guter Renneinteilung souverän. Am Ende konnte ich sogar den zwischenzeitlich größeren Abstand zu Dapena wieder verkleinern und darf mich über einen gelungen Saisoneinstieg auf der Kanareninsel freuen.

Ich bin happy. Natürlich hätte ich gern gewonnen, aber ich stehe leistungsmäßig dort, wo ich zu diesem frühen Saisonzeitpunkt sein sollte. Das war heute ja auch ein Test meines neuen Materials und einer veränderten Sitzposition. Beides ging super auf! Der Tag lief genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich kam sehr gut aus dem Wasser, konnte auf dem Rad Druck machen und bin einen guten Halbmarathon gelaufen. Dass am Ende einer schneller rennt: geschenkt. Ich hätte zwar bei der Topbesetzung mit anderen Namen gerechnet, aber so ist der Sport. Und am Ende freue ich mich darüber, die ganzen großen Namen und starken Athleten hinter mir gelassen zu haben.

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